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Gebietsverkehrswacht Selb e.V.

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Weniger Verletzte bei Unfällen

Polizeihauptkommissar Robert Roth berichtet bei der Aktion "Sicher auf Bayerns Straßen" über die aktuelle Lage im Landkreis. Die Zahl der Unfälle unter Alkohol nimmt ab.

“Sicher auf Bayerns Straßen": Alljährlich starten das Innenministerium, die Polizei und die Sparkassen diese Verkehrssicherheitsaktion. Schwerpunkt in diesem Jahr sind Familien und Radfahrer.

Polizeihauptkommissar Robert Roth, stellvertretender Inspektionschef in Wunsiedel, schilderte bei der Eröffnung der Aktion in den Räumen der Sparkasse Hochfranken in Selb zunächst die Unfallstatistik im Landkreis. Die Zahl der Verkehrsunfälle sei im November und Dezember, bedingt durch den frühen Wintereinbruch, um 41 Prozent angestiegen. Fünf Menschen seien im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten sei insgesamt rückläufig.

Stark nehme die Anzahl der Unfallflüchtigen zu: nämlich um 16,6 Prozent. Allerdings liege die Aufklärungsquote bei 40 Prozent. Die Hauptunfallursachen seien Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie beim Überholen. Bei den, Unfällen mit Todesfolge sei die Hauptursache nicht angepasste Geschwindigkeit.

Erfreulich ist laut Roth die Entwicklung der Unfälle unter Alkoholeinfluss: Hier sei der niedrigste Stand seit der Einführung der Unfallstatistik zu verzeichnen. Zurückzuführen sei dies auf den zunehmenden Kontrolldruck und die Folgen einer Trunkenheitsfahrt. Mit dem Entzug der Fahrerlaubnis sei der Verlust der Mobilität verbunden, der auch zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses und zu Problemen im sozialen Umfeld führen könne. Erfolgreich seien auch die Null-Promille-Grenze für Fahranfänger sowie das Programm ,,Alkohol- und Drogen im Straßenverkehr", das in den Berufsschulen in Marktredwitz und Wunsiedel angeboten worden sei. Zwei Schulwegunfälle habe es 2010. gegeben. In der Altersgruppe der 18 bis 24-Jährigen hätten weniger junge Leute Unfälle verursacht, seien zu Tode gekommen oder verletzt worden. Zugenommen habe hingegen die Zahl der am Unfall beteiligten jungen Erwachsenen. Unfälle, an denen Senioren beteiligt sind, nähmen leicht zu. Wenngleich die Unfälle mit Motorrädern leicht abnähmen, steige die Zahl derer, die als Radfahrer in Unfälle verwickelt seien. Im ersten Halbjahr 2011 sei zu beobachten, so Roth, dass die Anzahl aller Verkehrsunfälle um acht Prozent. zurückgegangen sei. Im Landkreis habe es 2011 bislang drei. Verkehrstote und einen Schulwegunfall gegeben.

Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Günter Fuchs, erwähnte die erforderliche Sicherheitskleidung für Radfahrer. Die Verkehrserziehung in den Schulen sowie die Aufklärungsarbeit für junge Eltern, beispielsweise über die Sicherheit der Kinder im Auto, sei präventiv und erfolgreich. Auch der „Nightliner" im Landkreis, initiiert von der Jungen Union in Marktleuthen, sei eine gute Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene, um sicher unterwegs zu sein. Fuchs riet, bei der Ausstattung eines Kinderfahrrades darauf zu achten, dass die Rücktrittbremse ein fester Bestandteil sei. Positiv seien die Radwege im Landkreis. Ob beim Radeln in der Freizeit oder als Verkehrsteilnehmer im Innenstadtbereich: Die Eltern sollen stets Vorbild sein und Helme sowie helle und auffällige Kleidung tragen. Außerdem sei es unerlässlich, mit einem verkehrssicheren Rad unterwegs zu sein.

 

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