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Radfahrer sollen sich mit einem Helm schützen
Bundesverkehrsminister Ramsauer denkt über eine gesetzliche Pflicht nach. Rückhalt bekommt er aus der Bevölkerung, es gibt aber auch Kritik.
Berlin — Radfahrer sollen sich künftig mit einem Helm schützen. Das will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer durchsetzen. Die Meinungen darüber gehen jedoch auseinander. Eine Umfrage des Instituts Emnid hat ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Befragten Ramsauers Überlegungen unterstützen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) glaubt hingegen, dass mit einer gesetzlichen Helmpflicht schwere Fahrradunfälle nicht zu verhindern sind. Nach Meinung des DVR bringt ein Gesetz aber nur etwas, wenn es auch tatsächlich befolgt wird. „Wenn alle Radfahrer einen Helm tragen würden, wäre das ein großer Sicherheitsgewinn. Meine Sorge ist aber, dass eine Helmpflicht als zahnloser Tiger daherkäme",sagte Andreas Bergmeier vom DVR. Der DVR setze auf Aufklärung. In Westdeutschland befürworten der Umfrage nach 64 Prozent eine Helmpflicht, im Osten sind es sogar 88 Prozent. Das mehrheitliche Ja zur Helmpflicht geht quer durch alle Bevölkerungsgruppen außer bei den Schülern. Bei ihnen sind 40 Prozent für, 47 Prozent gegen eine Helmpflicht.
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Für Radfahrer, die keinen Helm tragen wollen, entwickelt die schwedische Firma Hövding Sverige AB einen speziellen Airbag. Die Radler sollen ihn wie einen Schal um den Hals tragen. Eingenähte Sensoren entscheiden zwischen normalen und Unfallbewegungen. Wird der Radfahrer von einem Auto angefahren und in die Luft geschleudert, löst der Airbag aus und legt sich wie ein Helm von hinten um den Kopf.
Unfallfstatistik
Nach Daten des Statistischen Bundesamts kamen im vergangenen Jahr in Deutschland 381 Fahrradfahrer ums Leben. Im Jahr davor waren es 462.
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